Tipp: Sie können für alle Dateinamen und Verzeichnisse die automatische Vervollständigung mithilfe der Tab-Taste nutzen, sodass Sie nicht die kompletten Datei- oder Verzeichnisnamen manuell eintippen müssen.

Hinweis: Diese Anleitung erklärt die Installation von PHP 8. Falls Sie jedoch noch die vorherige Version PHP 7.4 installieren und verwenden möchten, finden Sie die passende Anleitung hier.

Diese Anleitung wurde am 01.11.2021 zuletzt überprüft und aktualisiert.

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  1. Falls Sie es noch nicht getan haben, laden Sie das Programm "PuTTY" herunter.
  2. Verbinden Sie sich mithilfe von PuTTY via SSH mit Ihrem Root- oder vServer. Hierfür öffnen Sie PuTTY und geben im Textfeld "Host Name (or IP address)" die Domain oder IP-Adresse Ihres Servers ein. Klicken Sie anschließend unten auf "OK".
  3. Aktualisieren Sie nun Ihre Paketlisten mit dem Befehl apt update.
  4. Installieren Sie jetzt möglicherweise verfügbare Updates der auf Ihrem Server bereits installieren Pakete mit dem Befehl apt upgrade -y.
  5. Als nächstes installieren Sie Pakete, die für die weiteren Installationen benötigt werden, mit folgendem Befehl: apt install ca-certificates apt-transport-https lsb-release gnupg curl nano unzip -y
  6. Fügen Sie die für die Installation von PHP 8 benötigte Paketquelle hinzu:
    Für Debian:
    1. Fügen Sie mithilfe des Befehls wget -q https://packages.sury.org/php/apt.gpg -O- | apt-key add - den für die PHP-Paketquelle benötigen Key hinzu.
    2. Verwenden Sie den Befehl echo "deb https://packages.sury.org/php/ $(lsb_release -sc) main" | tee /etc/apt/sources.list.d/php.list, um nun die Paketquelle hinzuzufügen.
    Für Ubuntu:
    1. Installieren Sie das Paket zur Verwaltung der Paketquellen mithilfe des folgenden Befehls: apt install software-properties-common -y
    2. Verwenden Sie den Befehl add-apt-repository ppa:ondrej/php, um nun die Paketquelle hinzuzufügen.
  7. Aktualisieren Sie nun erneut Ihre Paketlisten mit dem Befehl apt update.
  8. Installieren Sie den Apache2-Webserver sowie weitere benötigte Pakete mit folgendem Befehl: apt install apache2 -y
  9. Installieren Sie anschließend PHP 8 sowie einige wichtige PHP-Module. Der Befehl hierfür lautet: apt install php8.0 php8.0-cli php8.0-common php8.0-curl php8.0-gd php8.0-intl php8.0-mbstring php8.0-mysql php8.0-opcache php8.0-readline php8.0-xml php8.0-xsl php8.0-zip php8.0-bz2 libapache2-mod-php8.0 -y
  10. Als nächstes installieren Sie den MariaDB-Server und -Client (MySQL) mit dem Befehl apt install mariadb-server mariadb-client -y.
  11. Schließen Sie nun die Konfiguration des MariaDB-Servers ab:
    Bis einschließlich Debian 10 oder für Ubuntu:
    1. Geben Sie nun den Befehl mysql_secure_installation ein. Bei der ersten Abfrage des aktuellen Passworts müssen Sie nichts eingeben, sondern einfach die Enter-Taste drücken. Bestätigen Sie die nächste Frage bzgl. der Änderung des Root-Passworts mit Enter. Nun müssen Sie ein Passwort für den Root-Benutzer des MariaDB-Servers vergeben. Während der Eingabe erscheinen keine Zeichen, das ist jedoch normal. Bestätigen Sie alle darauffolgenden Fragen (Löschung des anonymen Benutzers, Verbieten des externen Root-Logins aus Sicherheitsgründen, Entfernen der Testdatenbank und Aktualisieren der Rechte) ebenfalls mit Enter. Danach ist der MariaDB-Server fertig installiert und konfiguriert.
    Ab Debian 11:
    1. Geben Sie nun den Befehl mysql_secure_installation ein. Bei der ersten Abfrage des aktuellen Passworts müssen Sie nichts eingeben, sondern einfach die Enter-Taste drücken. Geben Sie bei der anschließenden Frage bzgl. des Wechsels zur Unix-Socket-Authentifizierung "n" ein und drücken Sie die Enter-Taste. Bestätigen Sie die nächste Frage bzgl. der Änderung des Root-Passworts mit Enter. Nun müssen Sie ein Passwort für den Root-Benutzer des MariaDB-Servers vergeben. Während der Eingabe erscheinen keine Zeichen, das ist jedoch normal. Bestätigen Sie alle darauffolgenden Fragen (Löschung des anonymen Benutzers, Verbieten des externen Root-Logins aus Sicherheitsgründen, Entfernen der Testdatenbank und Aktualisieren der Rechte) ebenfalls mit Enter. Danach ist der MariaDB-Server fertig installiert und konfiguriert.
  12. Wechseln Sie mit dem Befehl cd /usr/share in das Verzeichnis, in dem phpMyAdmin installiert wird.
  13. Um phpMyAdmin herunterzuladen, führen Sie nun den Befehl wget https://www.phpmyadmin.net/downloads/phpMyAdmin-latest-all-languages.zip -O phpmyadmin.zip aus.
  14. Entpacken Sie das soeben heruntergeladene Archiv mit dem folgenden Befehl: unzip phpmyadmin.zip
  15. Entfernen Sie das heruntergeladene Archiv, welches nun bereits entpackt ist, mit dem Befehl rm phpmyadmin.zip.
  16. Anschließend müssen Sie den Namen des entpackten Verzeichnisses zu "phpmyadmin" umbenennen. Dies machen Sie mit folgendem Befehl: mv phpMyAdmin-*-all-languages phpmyadmin.
  17. Vergeben Sie anschließend die benötigten Rechte auf das phpMyAdmin-Verzeichnis mithilfe des Befehls chmod -R 0755 phpmyadmin.
  18. Erstellen Sie nun eine Apache2-Konfigurationsdatei für phpMyAdmin, indem Sie den Befehl nano /etc/apache2/conf-available/phpmyadmin.conf ausführen.
  19. Fügen Sie in diese Konfigurationsdatei nun folgenden Inhalt ein:
    # phpMyAdmin Apache configuration

    Alias /phpmyadmin /usr/share/phpmyadmin

    <Directory /usr/share/phpmyadmin>
        Options SymLinksIfOwnerMatch
        DirectoryIndex index.php
    </Directory>

    # Disallow web access to directories that don't need it
    <Directory /usr/share/phpmyadmin/templates>
        Require all denied
    </Directory>
    <Directory /usr/share/phpmyadmin/libraries>
        Require all denied
    </Directory>
    <Directory /usr/share/phpmyadmin/setup/lib>
        Require all denied
    </Directory>
  20. Speichern Sie Ihre Änderungen der Konfiguration, indem Sie STRG + X, danach die "Y"-Taste und anschließend Enter drücken.
  21. Aktivieren Sie die soeben hinzugefügte Apache2-Konfigurationsdatei mit dem Befehl a2enconf phpmyadmin und führen daraufhin den Befehl systemctl reload apache2 zum Neuladen des Apache2-Webservers aus.
  22. Erstellen Sie das temporäre Verzeichnis, welches phpMyAdmin benötigt, indem Sie den Befehl mkdir /usr/share/phpmyadmin/tmp/ ausführen.
  23. Geben Sie dem Webserver-Benutzer nun die benötigten Besitzerrechte für dieses temporäre Verzeichnis mithilfe des Befehls chown -R www-data:www-data /usr/share/phpmyadmin/tmp/.
  24. Hinweis: Bis einschließlich Debian 10 sowie unter Ubuntu können Sie sich aus Sicherheitsgründen mithilfe der Passwort-Authentifizierung beim MariaDB-Server standardmäßig nicht als Root-Nutzer anmelden (z.B. über phpMyAdmin). Unter Debian 11 ist dies jedoch möglich. Falls Sie nicht Debian 11 verwenden, führen Sie die nachfolgenden Schritte durch, um die Root-Anmeldung mittels Passwort zu erlauben.
  25. Bis einschließlich Debian 10 oder für Ubuntu:
    1. Melden Sie sich in PuTTY mithilfe des Befehls mysql -u root am MariaDB-Server an.
    2. Führen Sie die Befehle UPDATE mysql.user SET plugin = 'mysql_native_password' WHERE user = 'root' AND plugin = 'unix_socket'; sowie FLUSH PRIVILEGES; aus. Hiermit ändern Sie das Authentifizierungsplugin des Root-Benutzers vom UNIX-Socket wieder auf die Standard-Authentifizierung.
    3. Beenden Sie die MariaDB-Konsole abschließend mit dem Befehl exit.
  26. Ihr Apache2-Webserver inkl. PHP 8, MariaDB-Server und phpMyAdmin ist nun einsatzbereit. Das Web-Verzeichnis befindet sich standardmäßig unter "/var/www/html/". Die phpMyAdmin-Weboberfläche erreichen Sie, indem Sie hinter der IP-Adresse oder Domain Ihres Servers im Browser "/phpmyadmin" anhängen. Dort können Sie sich jetzt am MariaDB-Server anmelden - je nachdem, welche Variante Sie nach Schritt 25 gewählt haben, entweder mit dem Benutzer "root" oder mit Ihrem zusätzlich erstellten Benutzer.